
Skoliose
Überschrift 1
Das Klippel-Feil-Syndrom (KFS), eine seltene, angeborene Verschmelzung von Wirbelkörpern,
geht oft mit einer Skoliose (seitliche Wirbelsäulenverkrümmung) einher. Typisch sind ein
kurzer Hals, geringe Beweglichkeit und tiefer Haaransatz.
Eine Skoliose tritt in über 60 % aller Fälle begleitend auf. Die Therapie erfolgt meist konservativ, selten operativ.
Zusammenhang von KFS und Skoliose und Symptome:
Halswirbelfusion:
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Zwei oder mehr Halswirbel verwachsen (kongenitale Halswirbelsynostose), oft begleitet von einer eingeschränkten Halsbeweglichkeit.
Skoliose/Kyphose:
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In mehr als 60 % der Fälle treten begleitende Wirbelsäulenverkrümmungen wie Skoliose oder Kyphose auf.
Weitere Begleiterscheinungen:
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Ein tiefer Haaransatz am Nacken, ein kurzer Hals, ein hoher Schulterblattstand (Sprengel-Deformität) sowie seltenere Herz-, Nieren- oder Hörprobleme.
Folgen:
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Schmerzen durch Fehlbelastung, neurologische Symptome (durch Nervenkompression) oder Bewegungseinschränkungen.
Diagnostik:
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Erfolgt durch Bildgebung (Röntgen, MRT, CT) zur Darstellung der Wirbelverschmelzungen und der Skoliose.
Konservative Therapie:
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Der Fokus liegt auf Physiotherapie, Atemtherapie und Schmerzmanagement, um die Beweglichkeit zu erhalten und muskuläre Dysbalancen auszugleichen.
Operative Therapie:
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Nur in schweren Fällen notwendig, z.B. bei starker Progredienz der Skoliose, Nervenkompression oder ausgeprägter Instabilität.
Es wird eine engmaschige orthopädische, kardiologische und pulmonologische Betreuung empfohlen.

