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Eine Zeitreise ins alte Ägypten

Eine Zeitreise ins alte Ägypten in drei Teilen - Teil II

 

Nofretete – Ehegattin Echnatons und Mutter Tutanchamuns?Wer war die geheimnisvolle Schöne?

Nofretete gilt als eine der rätselhaftesten Königinnen im alten Ägypten. Und als eine der schönsten. Nicht nur ihre Büste im Ägyptischen Museum in Berlin, sondern auch ihre Geschichte ist längst weltberühmt. Wüstensand, so weit das Auge reicht. Hitze, Trockenheit und Staub machen Ludwig Borchardt ganz schön zu schaffen. Er ist Archäologe und extra nach Ägypten gereist ,um der geheimnisvollen Stadt in Amarna auf die Spur zu kommen. 80 uralte Häuser waren im Jahr 1912 bereits freigelegt, als Ludwig Borchardt dort nach Fundstücken suchte. Und zwar in der Werkstatt eines Bildhauers, der für den Königshof im Jahre 1300 vor Christus gearbeitet haben könnte. Denn in dieser Werkstatt wurden viele Kunstwerke hergestellt und auch aufbewahrt - und genau in dieser Werkstatt, über 3 000 Jahre später, hat Ludwig Borchardt einen ganz besonderen Fund gemacht :Er hat die lebensgroße Büste einer Königin entdeckt - der Nofretete, wie sich später herausstellte.

 

Wer war Nofretete?

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte noch niemals zuvor jemand von Nofretete gehört. Niemand wusste, dass die sagenumwobene Königin, die heute so bekannt ist, überhaupt gelebt hat. Erst als Ludwig Borchardt in der Ausgrabungsstätte in Amarna die berühmte Büsteg efunden hat, haben die Forscher versucht, die Geschichte dieser wunderschönen Frau zu erforschen. Deshalb haben sie weiter im Wüstensand gebuddelt und immer mehr Ausgrabungsfunde gemacht. Die Ruinen der Tempel und Paläste sind teilweise heute noch immer zu sehen. Und darin haben sie nicht nur die Büste gefunden: Inschriften und Malereien zeigen Nofretete zusammen mit ihrem Mann Echnaton, dem Herrscher über Achet-Aton. So nämlich hieß die Stadt, die auf dem heutigen Gebiet von Amarna liegt. Das alles wissen die Archäologen aus den gefundenen Bildern, aus denen sie die Geschichte der Nofretete herleiten können.

 

Taduschepa (Nofretete)

Nofretete hat nicht schon immer in Achet-Aton gelebt. Sie ist im Jahr 1370 vor Christusin Mitanni, im Gebiet des heutigen Syriens, als Königstochter geboren. Damals hieß sie noch Taduschepa, erst später bekam sie den Namen "Nofretete". Schon als junges Mädchen wird sie nach Ägypten gebracht, weil sie den ägyptischen Pharao Amenophis III. heiraten soll. Doch kurz nach der Hochzeit stirbt der König. Taduschepa (Nofretete) vermählt sich deshalb mit dessen Sohn und Nachfolger, Amenophis IV. Ihr Name wird in "Nofretete" umgeändert, was so viel bedeutet wie: "Die Schöne, die da kommt".

 

Die Erfindung eines neuen Gottes

Nofretete ist höchstens 15 Jahre alt, als ihr Mann Amenophis IV. von Theben aus Ägypten regiert. Amenophis IV. selbst ist bei seiner Thronbesteigung auch nur wenig älter. Pharaonen im alten Ägypten sind mehr als nur Könige; sie sind Gott und Herrscher in einer Person. Amenophis wird als Repräsentant Gottes auf Erden majestätisch verehrt -nur gibt es auch noch viele andere Götter, die die Ägypter zu diesem Zeitpunkt anbeten. Amenophis will aber allen Respekt für sich allein haben - und schafft kurzerhand alle anderen Götter ab. Dafür schafft er einen neuen Gott: Den Sonnengott Aton. Ein neuer Königskult entsteht. Nur er und Nofretete stehen zwischen Aton und den gewöhnlichen Menschen - und haben dadurch viel mehr Macht, als wenn es noch mehrere Götter gäbe. Deshalb lässt Amenophis auch alle anderen Götter aus den Inschriften löschen; ihre Namen werden ganz einfach von den Steintafeln gemeißelt und damit für immer entfernt. Achet-Aton und der Palast der Nofretete standen auf diesem Gebiet in Amarna vorüber 3 000 Jahren.

 

Namensänderungen

Amenophis änderte seinen Namen in Echnaton ("Der dem Aton dient"), aus Nofretete wird Noferneferuaton-Nofretete ("Schön ist die Schönheit des Aton - die Schöne kommt). Auch die Töchter der beiden bekommen Namen, die mit der letzten Silbe auf dem Namen des Sonnengottes endeten: Meretaton, Meketaton und Anchesenpaaton. Echnaton war der Vater Tutanchamuns. Aber war Nofretete auch die Mutter Tutanachamuns? Umzug von Theben nach Achet-Aton Nachdem Echnaton fünf Jahre lang das Land von Theben aus regiert hat, zieht er mit seiner Familie und seinem Volk nach Achet-Aton. Mitten in der Wüste werden prächtige Paläste und Tempel gebaut; innerhalb von kurzer Zeit entsteht eine ganze Stadt, von der aus Echnaton und Nofretete regieren. Mit dem neuen Reich will Echnaton einen Neuanfang starten, denn in Theben gibt es einige Menschen, die nicht an seinen neuen Gott glauben wollen.

„Die Schöne"

Nofretete ist von atemberaubender Schönheit. Echnaton bewundert seine Frau - und sie unterstützt ihn in seiner Religion und seiner Herrschaft. Sie ist die erste Frau, die es in die Position der Königin und Göttin geschafft hat. "Die Schöne, die da kommt" wird nicht nur von ihrem Ehemann bewundert. Auch das Volk zollt ihr großen Respekt. Sie ist stolz, selbstbewusst und schön - und ihre Schönheit ist ihr wichtig. Dafür unternimmt sie auch sehr viel. Ein ganz normaler Tag in ihrem Leben war also von der Körperpflege, von Bädern, Salben und Schminken bestimmt. Nofretete trägt auch immer die neueste Kopfpracht. Entweder gewaltige Kronen oderschwere, meist schwarze, Perücken. Darunter hat Nofretete nicht etwa eine lange Haarpracht, so wie man es erwartet. Ganz im Gegenteil: Ihr Kopf ist kahl geschoren; sie hatte eine Glatze. Grund dafür sind die schweren Kopfmoden, das heiße Wetter und womöglich auch Ungeziefer wie Läuse. Da ist es einfach praktischer, keine Haare zuhaben .Was ist aus Nofretete geworden? Nofretete regierte zusammen mit ihrem Mann 17 Jahre lang in Achet-Aton. Dann stirbt Echnaton - und Nofretete übernimmt seine Herrschaft. So könnte es gewesen sein. Vielleicht war es aber auch ganz anders - denn niemand weiß heute genau, was aus der schönen Königin geworden ist. Nach 12 Jahren Herrschaft verliert sich ihre Spur. Vielleicht ist sie auch vor ihrem Mann gestorben? Möglicherweise ist sie bei ihm in Ungnade gefallen und wurde verstoßen? Oder wurde sie von Echnatons Geliebten, Kija, auf dem Thron abgelöst? Ist etwa Echnatons Geliebte Kija die Mutter Tutanchamuns? Dass die Herrscher im alten Ägypten mehrere Frauen hatten, war zu dieser Zeit keine Seltenheit. Echnaton hatte schon während der vergangenen Jahre einen ganzen Harem an Nebenfrauen - doch Nofretete war ihm die liebste. Bis Kija kam. Nofretetes Mumie wurde niemals gefunden. Noch heute suchen die Archäologen nach ihr - vergeblich .Die Büste der Nofretete, die Ludwig Borchardt 1912 aufgespürt hat, ist heute weltberühmt! Viele Menschen werden noch immer von der Schönheit der Nofretete und ihrer sagenumwobenen Geschichte in den Bann gezogen - und pilgern zum Ägyptischen Museum in Berlin, denn dort können Besucher die über 3 000 Jahre alte Büste der schönen Königin bestaunen

Text: Petra Grallert

Quellen: Welt.de / Geo.de / Spiegel.de

Eine Zeitreise ins alte Ägypten

Literatur zum KFS. in drei Teilen - Teil 1

 

Pharao Tutanchamun - litt er am „Klippel-Feil-Syndrom“?

Wer war Tutanchamun?

Tutanchamun (auch Tutenchamun; ursprünglich Tutanchaton) war ein altägyptischer König (Pharao) der 18. Dynastie (Neues Reich) , der etwa von 1332 bis 1323 v. Chr. regierte. Tutanchamuns Herrschaft war eigentlich nichts Besonderes, wenn nicht gerade 1922 sein prächtiges Grab mit seiner goldenen Totenmaske entdeckt worden wäre. Der ägyptische Pharao Tutanchamun hätte sicher nie eine derartige Berühmtheit erlangt, wie er sie heute auf der ganzen Welt genießt. Dadurch trug er mehr zum Interesse am Alten Ägypten bei als jeder andere Pharao!

Als er im zarten Alter von neun Jahren den Thron bestieg, litt das Reich noch unter den chaotischen Zuständen, die im Zuge der Reformen seines Vaters Echnaton entstanden waren. Echnaton hatte der polytheistischen Kultur der Ägypter eine monotheistische Staatsreligion aufgezwungen.

Ein königlicher Berater namens Eje schien den jungen Pharao Tutanchamun anzuleiten und durch ihn auch seine eigenen Interessen vertreten zu lassen – insbesondere im Rahmen seines Erlasses, die Politik Echnatons rückgängig zu machen und den ursprünglichen Gottheiten samt ihren Tempeln wieder zu ihrem alten Glanz zu verhelfen.

Tutanchamuns plötzlicher Tod mit ca. 18 Jahren ist nach wie vor ein Mysterium, auch wenn sich zahlreiche Theorien darum ranken. Fiel er der Malaria zum Opfer? Starb er wegen eines Beinbruchs an Wundbrand? Wurde er von einem Streitwagen überfahren? Oder bei der Jagd von einem Flusspferd getötet?

Was auch immer die Todesursache war – es scheint so, als wäre der König hastig beigesetzt und dann ebenso schnell wieder vergessen worden.

3.000 Jahre später: Im Jahr 1922 entdeckt der britische Archäologe Howard Carter Tutanchamuns Grab im Tal der Könige. Der Fund macht allerdings weniger ob der Mumie des Pharaos Schlagzeilen, sondern eher aufgrund der reichen Grabbeigaben, die Carter als „seltsames und wundervolles Durcheinander von außergewöhnlichen und wunderschönen Objekten“ bezeichnete. Besonders die wundervolle goldene Totenmaske machte Tutanchamun im Nachhinein berühmt!


Genetische Defekte und andere Krankheiten

So schön, wie es seine goldene Totenmaske vorgibt, war der junge Pharao Tutanchamun zu Lebzeiten allerdings nicht. Ganz im Gegenteil: Der Herrscher, der im 14. Jahrhundert vor Christus schon mit neun Jahren den Thron bestieg und bereits mit 18 Jahren starb, hatte genetische Defekte: vorstehende Zähne, weibliche Hüften, einen Klumpfuß und andere orthopädische Krankheiten. Diese wenig königlichen Attribute hat die Rekonstruktion von Tutanchamuns Körperbau nun ergeben. Dafür wurden von Wissenschaftlern über 2.000 Scannerbilder der Mumie angefertigt.

Auch die Todesursache muss nach dieser Untersuchung angepasst werden. Bislang glaubte man, der Kindkönig sei möglicherweise bei einem Wagenrennen umgekommen. Tatsächlich war der Pharao aufgrund seines Klumpfußes auf Stöcke angewiesen, konnte weder richtig gehen noch an Wagenrennen teilnehmen. Sowohl der frühe Tod der Pharaonen der 18. Dynastie, die für gut 200 Jahre (ca. 1530-1320) das Nilland beherrschte, als auch ihre Unfall-Anfälligkeit und ihre auffallend verweiblichte Gestalt sprechen nach Ansicht von Hutan Ashrafian vom Imperial College London für eine sogenannte Schläfenlappen-Epilepsie. Sie sei noch heute die häufigste Form der Epilepsie bei Erwachsenen. Von dieser Erkrankung wisse man zudem, dass sie Halluzinationen und religiöse Visionen auslösen könne. Daher sei es sogar möglich, dass der von Pharao Echnaton in Ägypten eingeführte monotheistische Aton-Kult eine Folge dieser Krankheit war, berichtet der Forscher im Fachmagazin "Epilepsy & Behavior“.

Die CT-Untersuchung vom 6. Januar 2005 ergab ein Todesalter Tutanchamuns von ca. 18 bis 20 Jahren. Bei der CT-Untersuchung und weiteren Untersuchungen der alten Röntgenbilder hatte bereits der untersuchende Radiologe Richard Boyer gefolgert, dass Tutanchamun unter „Skoliose“ (Deformation der Wirbelsäule) litt. Die Untersuchungsbeteiligten der Computertomografie von 2005 konnten eine Skoliose nicht bestätigen und vermuteten, dass die zweifellos vorhandene leichte Wirbelsäulendeformation durch die Mumifizierung verursacht worden sei.

Eine CT- und DNA-Untersuchung von 2010 ergab, dass Tutanchamun – wie auch nahe Verwandte einschließlich seines Vaters, vermutlich also Echnaton – unter einer leichten „Skoliose“ gelitten hatte; bei der Mumie seiner Urgroßmutter Tuja wurde sogar eine schwere Form nachgewiesen. Daneben erbrachte die Untersuchung von 2010 auch weitere Knochenkrankheiten bei Tutanchamun und seinen nahen Verwandten, z.B. der „Morbus-Köhler-Albau“ (aseptische Knochennekrose am Fuß) . Boyer hatte außerdem röntgenologisch ein „Klippel-Feil-Syndrom“ (Verschmelzen mehrerer Halswirbel miteinander) diagnostiziert, wozu aber weder die CT-Untersuchung von 2005 noch fünf Jahre später die DNA- und CT-Untersuchungen Stellung bezogen.

Funde, wie das unter dem Namen „Spaziergang im Garten“ bekannte Kalksteinrelief, das nach etablierter Meinung Tutanchamun mit einem Gehstock und Anchesenamun zeigt, führten darüber hinaus zu einer Debatte über den orthopädischen Gesundheitszustand des Königs.

Auch ist bis heute nicht eindeutig geklärt: War Tutanchamun der Sohn von Nofretete oder etwa der Sohn von Kija, der Geliebten Echnatons?

Zwei Wanderausstellungen zu den Schätzen Tutanchamuns tourten in den Sechzigern und Siebzigern mit zahlreichen Grabbeigaben um die Welt und festigten den Ruhm des Pharaos. Dank seines prächtigen Begräbnisses trug Tutanchamun mehr zum Fortschritt der archäologischen Forschung und zum Interesse an der ägyptischen Geschichte bei als alle anderen Pharaonen zusammen.

Text: Petra Grallert

Quellen: Welt.de / Geo.de / Spiegel.de

Vaskuläre Malformation

Unter einer Vaskulären Fehlbildung versteht man eine Fehlbildung der Blutgefäße. Sie entstehen im Mutterleid während der embryonalen Phase und kann die Arterien, Venen, Kapillaren sowie Lymphgefäße betreffen.

In meinem Fall sah man nach der Geburt einen kleinen blauen Fleck auf dem rechten Schulterdach, welcher Jahr für Jahr immer grösser wurde. Aus dem kleinen Fleck wurde dann ein ganzes Adergeflecht rund ums Schlüsselbein, welches auch in die Tiefe geht.

Es gibt sehr gefährliche Fehlbildungen, wo dann wirklich die Blutversorgung der Organe oder der Extremitäten gestört sein kann. In meinem Fall ist es so, dass die überflüssigen Blutbahnen, immer wieder für Blutstauungen sorgen und somit Schmerzen im Arm und in den Fingern auslösen.

Um dem ganzen Vorzubeugen gibt es heutzutage Therapieverfahren, wie „Embolisierung“ und „Sklerosierung“ welche die Blutgefäße durch das Einbringe von Gefäß blockierenden Substanzen und Teilchen veröden – dies kann vorübergehend oder auch dauerhaft sein.

Meist wirkt eine solche Therapie nur für eine beschränkte Zeit, da viele Fehlbildungen weiterwachsen oder sich stetig verändern.

Ich sehe dies als meine sehr seltenen Begleiterkrankung zum KFS. Noch immer bin ich mit meinem betreuenden Neuroradiologen auf der Suche nach einem Vergleichsfall. Sollte jemand von euch am KFS. leiden und gleichzeitig an einer AVM (Arteriovenösen Malformation) würde ich mich über einen Austausch sehr freuen.

Informationen: https://www.prof-loose.de/

Viele liebe Grüsse Fränzi, Vorstandsmitglied

Vernetzung ist wichtig

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Unter dem Link diseasemaps.org findest du eine Weltkarte von chronischen und seltenen Krankheiten. Auch das Klippel-Feil-Syndrom ist dort vertreten. Du kanns dir ganz einfach ein Profil erstellen und mit anderen Patienten in Kontakt treten. Durch die Teilnahme an Umfragen, werden wertvolle Statistiken erhoben, welche immer mehr Informationen über die Symptome und Ursachen ans Tageslicht bringen.

Unser Verein ist mittlerweile auch registriert. Wir hoffen sehr, dass wir durch diese Möglichkeit der Vernetzung weitere Mitglieder gewinnen dürfen.

​Adresse: 

Klippel-Feil-Syndrom e.V.

Inklusion von Menschen mit Behinderung und Benachteiligung e.V.

Paracelsusstraße 23

06114 Halle(Saale)

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